Archiv für den Monat November 2016

Beyond the Wall ohne Kidz Teil 1

Mit einer meiner 13th Age Runde sind wir dazu übergegangen auch hin und wieder bzw. immer abwechselnd Beyond the Wall zu spielen. Ein tolles Spiel von System Matters welches mich gleich in in seinen Bann gezogen hat.

Nun haben wir am letzten Samstag mal wieder dieses tolle Spiel gespielt und so unser Abenteuer dort fortgesetzt.

Da ich zu dem Zeitpunkt als wir das erste Abenteuer gespielt haben, noch keinen Blog hatte gebe ich heute hier und jetzt einen kleine Überblick was bisher bei uns passiert ist.

Wir das sind (erstmal),  Athelstan der Dieb der Gruppe, Gwyneth die Waldläuferin, Sarol der möchtegern Ritter und meine Wenigkeit Kerwyn der Hexenschüler.
Bei Beyond the Wall kann man am Anfang seine Charaktere anhand einer Tabelle auswürfeln. Man schnappt sich ein Spielbuch (in meinem Fall für den Hexenschüler) und diesem sind diverse Tabellen enthalten. Auf die wird gewürfelt und so stellte sich heraus, dass mein guter Kerwyn der empathische Sohn eines Fischers ist, welcher bald in die Müllersfamilie einheiraten wird (ein Mädchen namens Yseult und ihr Vater heißt Cedric, was später noch interessant wird). Außerdem hat Kerwyn schon mit sechs Jahren seine eigene Destille betrieben und konnte so die Hexe beeindrucken, welche ihn dann als Schüler aufgenommen hat.
Diese Hexe hat Macht über Tiere und lehrte ihn darum den Zaubertrick Mit Tieren Sprechen, den Zauberspruch Schwarm herbeirufen und das Ritual Vertrauten binden.
Außerdem haben Soral und Kerwyn die Hexe, die übrigens den Namen Morgan trägt, in ihrem Garten beobachtet wodurch der Hexenschüler noch den Zauberspruch Verstricken gelernt hat. Zu guter Letzt wurde noch erwürfelt wo die Hexe im Augenblick ist und es kam raus, dass sie weiterhin im Dorf lebt und dafür hat der gute Kerwyn einen Heiltrank und ein paar Silbermünzen erhalten.

Bei Beyond the Wall wird gemeinsam das Dorf (namens Hay) erschaffen, dafür legt der Spielleiter eine Blankokarte, auf welcher nur die Taverne eingezeichnet ist, auf den Tisch und die Spieler zeichnen die Orte ein die erwürfelt haben.
Also durfte ich für Kerwyn einmal die Fischerhütte, die Mühle und das Hexenhaus einzeichnen.
Gwyneth durfte die Hütte ihres verstoßenen Vaters hinzufügen, durch Sarol (außerdem ist er der Sohn von Ambrose dem Schankwirt) kamen noch eine Schmiede hinzu und durch Athelstan noch ein Bauernhof.

hay

So unser Dorf stand also und so wurden die ersten NSC eingeführt, Ambrose der Schankwirt, sein Vater Cedric (!) und der Knecht Derwyn, welcher ein guter Freund von uns ist.
Ambrose ließ uns in die Taverne kommen und teilte uns mit, dass sich Derwyn im Keller eingeschlossen hat und wir bitte daraus holen sollen. Schließlich sei er unser Freund und Soral sei schließlich sein Sohn und solle machen was sein Vater ihm sagt.
(an dieser Stelle sei auf einen älteren Blogbeitrag verwiesen, indem wir das gleiche Abenteuer nur mit anderer Besetzung spielen)
Dabei erfuhren wir von Cedric, dass Derwyn in letzter Zeit viel Glück gehabt hatte und er machte kryptische Anmerkungen über den Preis gewisser Handel (uns fiel zum ersten Mal auf, das ihm ein Finger fehlt).

So machten wir uns auf in den Keller, um nach unserem Freund zu sehen. Die Tür war verschlossen und Derwyn reagierte nicht auf unsere Rufe. Also machte sich Athelstan auf diese zu knacken und schaffte es leider nicht. Also musst Soral die Tür mit Körperkraft aufbrechen und auf der anderen Seite fanden wir einen großen Tunnel in einer der gegenüberliegenden Wand vor.

Und was wir außerdem fanden, das erfahrt ihr nächste Woche in Teil 2

Gedankensplitter: Fremde Welt aus fremden Augen…

Wieder ein toller Artikel von Aendymion über Numenera und die neunte Welt. Da sind einige tolle Ideen drin, wie die Welt von Numenera besser erleben kann.

Aendymion - Aus fernen Welten

Da ich jetzt schon häufiger in den „einschlägigen“ Foren gelesen habe, dass es vielen Spielern Schwierigkeiten bereitet, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie ein Bewohner der Neunten Welt mit all den Seltsamkeiten um ihn herum umgeht, was ihn wundert und was er über seine Welt weiß, habe ich mir nun auch mal ein paar Gedanken dazu gemacht.

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13th Age Runde des Wahnsinns

Am letzten Samstag haben wir uns getroffen, um mit unserer 13th Age Gruppe durchzustarten.

Nachdem wir ja nun fast 8 Jahre lang D&D 4E gespielt haben, brauchte ich als SL mal eine kleine Abwechselung und habe meiner Gruppe 13th Age aufgeschwungen, wenn man so will.

Dies habe ich aus zwei Gründen getan:

  1. Die Kämpfe in der 4E haben mir einfach zu lange gedauert und es brauchte viel Management von meiner Seite
  2. Wollte ich gerne ein System, welches es auf Deutsch gibt, da mir das Denglisch am Tisch auf den Keks ging

Nun war ich hoch motiviert und habe sogar eine Karte von der Sandbox drucken lassen.
Leider war ich aber privat so eingebunden, dass ich es nicht geschafft habe die Orte in der Sandbox sehr detailliert auszuarbeiten und darum hatte ich entschlossen, das Abenteuer welches im Grundregelwerk enthalten zu leiten.

Soweit so gut, die Kinder waren bei der Oma also konnten wir sogar eine Stunde früher anfangen, was im Endeffekt nicht viel genutzt hat.
Denn was folgte war eine Reihe von Offtopic Witzen (gegen die ich grundsätzlich nix habe, da ich da selber sehr schlimm sein kann) und Ingame Kaspereien, die mir wirklich gegen den Strich gegangen sind, so das ich einige Male genervt laut geworden bin und die Leute wirklich angeschnauzt habe.

Leider hat dies nix genutzt und es fröhlich weiter, besonders eine Spielerin ist da besonders schlimm. Sie hat es im Leben nicht leicht, da bei ihr eine Krankheit festgestellt wurde und diese in letzter Zeit wieder schlimmer geworden ist. Aber trotzdem finde ich es mir gegenüber respektlos (und auch den anderen Spielern gegenüber), alles in lächerliche zu ziehen.
Diese Spielerin spielt eine Hochelfin welche eine Klerikerin ist, ich habe vorher gesagt, dass es in dem Setting keine vorgegeben Götter gibt und sich jeder der einen Kleriker/Paladin etc spielen will sich einen Gott überlegen soll. Von drei Spieler dieser Klasse, hat dies nur einer getan, aber dies nur nebenbei.
Diese Spielerin tut immer so, als wären Elfen das beste und so erhaben benimmt sich dann aber immer wie die Axt im Wald. Sie benimmt sich total daneben, sie fängt an zu jonglieren, teilt rassistisch gegen Zwerge aus (und das ständig und immer zu, obwohl eigentlich kein Zwerg in der Nähe ist und es eigentlich keinen wirklich Grund gibt).
Ein weiteres Problem ist, dass sie andere Spieler mitreist und diese dann genauso albern sind bzw. ihre Charaktere. Außerdem ist die vokalste Person am Tisch und drei weitere Spieler, die auch genervt schienen konnte dagegen leider nicht anstinken.

Außerdem waren die Spieler sehr schlecht vorbereitet, einige hatten noch kein Ding was ihren Charakter einzigartig macht. Dies ist eine Regelmechanik bei 13th Age welche dem Spielleiter eigentlich Informationen darüber geben soll wo der Spieler mit seinem Charakter hin will oder warum er so ist wie er ist. Dieses Ding kann variieren, von einem einfachen „In meinen Adern fließt Dämonenblut“ bis zu hin zu „Ich bin durch eine magische Achterbahn in diese Welt gekommen“. Eigentlich einfach, sich mal eben einen Satz auszudenken besonders, da wir ja eigentlich kreative Menschen sind und schon diverse Geschichten gelesen haben.
Aber leider haben es zwei der Spieler nicht geschafft, sich innerhalb eines Monats mal eben einen Satz auszudenken. Ja ich kann verstehen wenn man viel um die Ohren hat und nicht immer dazu kommt sich mit seinem Charakter zu beschäftigen, aber einen Satz innerhalb eines Monats?? Das sollte in meinen Augen drin.
Was ich an diesem Punkt besonders wütend macht, ist das ich mich mit meinen vier Kindern dahin setze und eine Geschichte entwerfe und vorbereite. Handouts bastle und mir Gedanken mache und dies dann durch Albernheiten und Kaspereien kaputt gemacht wird. Da fühle ich mich dis respektiert und nicht wertgeschätzt.

Eigentlich bin ich momentan nur genervt und habe keine Lust mehr. Ich habe die Geschichte jetzt mal in unserer Facebookgruppe angesprochen und vielleicht ändert sich ja was. Ansonsten werde ich die Gruppe vermutlich nach einer Sitzung wieder einstellen.

Wenn ich einen Charakter erstelle, dann achte ich darauf, dass er gruppenkompatibel ist, da ich einfach keinen Bock habe, meine Zeit im PvP zu verbringen. Ich frage mich möchte ich so einen Charakter in einem Buch/Film/Serie erleben? Und wenn ich ihn spiele frage ich mich ob ich Buch/Film/Serie mit solchen Charakteren lesen/sehen wollen??
Vielleicht setze ich da auch zu harte Maßstäbe an die Gruppe an, ich weiß es nicht. Ich weiß nur so wie es am Samstag war, macht es mir keinen Spaß.

Beyond the Wall mit den Kidz – Teil 2 aber in Light (2)

Fortsetzung von Teil 1

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Das Dorf Caerleon, welches wir gemeinsam erstellt haben.

Wie in Teil eins geschrieben sind Midikid und ich nach Vellmar gefahren um Rollenspiel zu spiel zu spielen und dort haben wir obiges Dorf gebaut und Abenteuer erlebt von denen ich nun weiter berichten möchte…

So weiter geht es nachdem wir also den magischen Wald betreten haben, gehen wir weiter und betreten kurz darauf eine Lichtung auf der ein alte Dame grade ein Kaninchen häutet.

Wir sprechen die Dame an und im Tausch für die Höhlenspinne gibt sie uns einige Informationen. Unter anderem, dass wir lieber den Weg zum Oger einschlagen und die Nymphe lieber meiden sollten.

Die Charaktere sind ein wenig skeptisch, sollen Oger doch bekannte Menschenfresser sein. Aber gut wir gehen weiter und treffen eine wunderschöne Frau in einem wallenden Ballkleid, deren Jagdfalke sich im Geäst eines Baumes verfangen hat.

Hier kommt nun die zweite Möglichkeit für Cait zu glänzen, behände klettert sie den Baum hoch und befreit das arme Tier. Dafür bekommen wir weitere Informationen und wieder den Hinweis unser Glück lieber mit dem Oger zu versuchen und die Nymphe lieber allein zu lassen.

Nun kommen die Helden zu der Stelle an der sich der Weg gabelt und links geht es zum Oger, rechts zur Nymphe. Durch gutes zureden von Arawn geht die Gruppe in Richtung Oger und können das riesige Wesen auch schon bald entdecken.

Verängstigt schleichen sich die Helden vorbei, wobei der Waldläufer auf einen Ast tritt und so den Oger aufscheucht, doch bevor es zum Kampf kommt flüchtet die Gruppe und kann sogar entkommen. Auf dem weiteren weg begegnen sie plötzlich Doppelgänger, welche sich als wahre Scherzbolde entpuppen. Sie klauen der Hexenschülerin diverse Gegenstände, um sie dann magisch bei ihren Pendants zu verstecken.

Nach dieser verwirrenden Begegnung kommen wir dann endlich zum Palast des Koboldkönigs, in welchem sich nach unseren Informationen Derwyn aufhalten soll. Die Wachen am Stadttor werden mit dem Rattenauge bestochen und so betreten wir den Koboldmarkt eine Ansammlung von Kuriositäten. Die Hexenschüler tauscht einige Leuchtpilze gegen ein leeres Buch und auch der Dorfheld verhandelt an einem Stand, er versucht gegen vier Finger den Namen des Koboldkönigs zu kaufen. Was aber leider fehlschlägt, also ohne Vorteil in die Begegnung mit dem König, was soll es?

Doch vorher mussten wir an zwei Wachen vorbei kommen. Zum Glück waren beide ziemlich dumm, so das wir sie überzeugen konnten, dass sie um Wache stehen zu dürfen, selber einen Passierschein brauchen.
So sind wir dann in den Palast des Koboldkönigs eingedrungen und trafen dort eine beeindruckenden Gestalt, welche auf uns aber gar nicht koboldartig wirkte.

Wie sich im folgende Gespräch herausstellte hatte Derwyn einen packt mit den Kobolden geschlossen und sollte nun ein Jahr als Diener im Palast arbeiten. Da wir dies aber nicht hinnehmen wollten, verhandelten wir mit dem König und konnten so herausschlagen, dass er Derwyn frei lässt wenn wir drei Aufgaben erfüllen.
Sollten wir dies nicht schaffen, müsste Derwyn aber für immer im Palast als Diener arbeiten.

Die erste Aufgabe war es eine Speise oder einen Trunk zu finden, welcher der Nahrung im Koboldreich ebenbürtig ist. Da unsere Hexenschülerin schon seit ihrem sechsten Lebensjahr ein eigene Destille betreibt, stellte sie kurzerhand ihren eigenen Kräuterschnaps her und konnte sie erste Aufgabe zu unseren Gunsten entscheiden.

Bei der zweiten Aufgabe mussten wir entscheiden, was das schönste in einem wunderbaren Garten ist. Die Antwort der Hexenschülerin und des Waldläufers, dass es der Koboldkönig selbst sei, war leider falsch und so stand es 1:1 und Derwyns Schicksal würde sich bei der letzten Aufgabe entscheiden.

Die letzte Aufgabe führte uns dann in eine Schatzkammer und wir sollten entscheiden, was den das kostbarste in dieser Schatzkammer sei und nach einigem überlegen und rätseln entschieden wir uns für die Freundschaft und befreiten so Derwyn aus seiner Knechtschaft.

Als guter Verlieren brachte uns der Koboldkönig noch zurück in den Keller der Taverne und so endete unser Abenteuer.

Midikid und mir hat es wirklich Spaß gemacht, endlich konnte sie mal Rollenspiel spielen, wo sie doch schon so lange darauf heiß ist bzw. war.
Natürlich war sie ein wenig ruhig und musste von den Erwachsenen immer mal animiert werden, aber ich denke dies wird sich mit der Zeit geben und wenn sie öfters gespielt hat (vielleicht auch nur im Familienrahmen) wird sie mal eine tollen Spielerin.

Beyond the Wall mit den Kidz – Teil 2 aber in Light (1)

Tja, gestern hatten wir nicht die Taufe unserer jüngsten Tochter, sondern es war in der Nachbarstadt Vellmar auch Rollenspieltreff im Jugendclub und zwar der zehnte.

Da ich dort bisher bei jeder Veranstaltung dieser Art war, hat es mich schon ein wenig geärgert, dass die Kirche mir mit dem Termin so einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Da unsere Kleine aber sehr sensibel ist, was Feiern und viele „fremde“ Menschen angeht hatten wir beschlossen, nach dem Gottesdienst mit der Verwandschaft nur noch essen zu gehen und danach den Sack zu zumachen.

Die passte mir wiederum gut in den Kram, da der Spieltreff auch erst um 14:00 anfangen sollte. Also nach dem Essen schnell die mittlere Tochter eingepackt, den Sohn auf einem Kindergeburtstag abgeliefert und los ging es nach Vellmar zum Spielen, die große hatte leider keine Lust und wollte lieber mit Mama Hundeprofi gucken.

Nachdem alle alten Bekannten begrüßt waren, fand sich für mich und Midikid eine Beyond the Wall Runde mit meinem besten Freund Stefan (als SL) und noch zwei weiteren Spielern. Wir haben schnell ein Dorf erstellt, ich habe den Dorfhelden namens Arawn gespielt und Midikid eine Diebin namens Cait.

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Das Dorf Caerleon, welches wir gemeinsam erstellt haben.

Gespielt wurde das Abenteuer Feenhandel. (Also ab hier herrscht Spoilergefahr, jeder der das Abenteuer selbst als Spieler erleben möchte liest auf eigene Gefahr weiter)
Nachdem wir also das Dorf erstellt hatten wurden Helden gleich in die Taverne „Zum golden Lindwurm“ gerufen, um nach dem jungen Derwyn zu suchen. Dieser ist einer unserer Freunde und hat sich seit zwei Tagen im Keller verbarrikadiert. Ambrose der Wirt ist darüber mehr als verärgert und bittet uns doch mal nach zugucken was Derwyn da unten so treibt.

Der erste große Auftritt für die Liebe Cait, welche ohne Probleme das Schloss zum Kellerraum knackt und somit die Tür öffnet. Dahinten finden wir einen Tunnel welcher in die Rückwand des Raumes gegraben wurde und werden daraus gleich von drei Riesenratten angegriffen, welche wir aber besiegen können.

Daraufhin beschließen die Helden den Tunnel näher zu untersuchen und betreten diesen, in den Tunneln treffen wir auf leuchtende Pilze, lebende Wurzeln und einen Kobold welcher eines von Ambroses Weinfässern gestohlen hat. Gegen Hilfe beim Transport verrät uns der Kobold ein paar Dinge und gibt uns ein Rattenauge und eine Höhlenspinne als Bezahlung, beides soll uns später noch nützlich sein. Nachdem wir uns von dem Kobold getrennt habe (naja eigentlich ist er einfach verschwunden aber egal) finden wir uns in einem magischen Wald wieder.

Und weiter geht es in Teil 2