Archiv für den Monat Februar 2017

13th Age der Neustart Teil 1

Wie angekündigt habe ich am Wochenende wieder 13th Age gespielt und nachdem die letzte Runde ja eher suboptimal war hatte ich beschlossen einen kompletten Neustart zu machen. So wurden zwar die Charaktere übernommen (und sie wurden von einigen Spielern sogar noch verbessert) und die Ausgangssituation war einen komplett andere.

War es vorher noch geplant eine Art Sandbox zu machen habe ich durch die Spielerumfrage gemerkt, dass meine Spieler keinen Bock auf Sandbox und total Freiheit haben (was ja in Ordnung ist und wenn ich das weiß dann leite ich gerne eher gradlinige Abenteuer), also habe ich ein Abenteuer vorbereitet in dem die Gruppe eine Aufgabe von der Elfenkönigin erhalten, um Orkräuber zu stoppen.

Da die komplette Gruppe aus Wald-,Hoch- und Halbelfen (jeweils 2) besteht hatte ich natürlich die Elfenkönigin als Auftraggeberin im Sinn. So nutzte ich die telepathische Verbindung die jeder Elf zu seiner Königin hat und brachte sie im Schlaf in den Wald der Königin (die Halbelfen nur als Schemen) und die Königin teilte ihnen mit, dass Karavanen welche aus dem kleinen Ort Mohal in Richtung Süden reisen von Orks überfallen werden und die Gruppe diese Vorfälle bitte untersuchen soll.

Das Dorf Mohal liegt einem kleinen See der von einem Fluss gespeist wird, dieser eignet sich leider nicht als Transportalternative, da er einfach zu unruhig ist und weiter unten sogar ein Wasserfall ist (diese Information entstand aber erst durch einen der Spieler, dazu später mehr). Nach einem kurzem Gespräch wurde klar, dass Orks in den Bergen eine Lager haben und von dort aus die Karavanen angreifen. Also schlug der Karavanenmeister vor, dass die Helden auf dem Fluss reisen sollen um so die Räuber von hinten zu überraschen.

Nach einer kurzen Diskussion stellte ihnen der Karavanenmeister ein Floss mit zwei Steuermännern zur Verfügung uns so machten sie sich auf Orks zu jagen.
Die nächsten Szenen wollte ich gerne mit einer Montage abhandeln, also ließ ich einen Spieler ein Hindernis beschreiben und der nächste Spieler musste eine Lösung für das Problem finden.
Das erste Problem war eine Stromschnelle, welche das Floss drehte und so einen der Waldelfen beinah in Wasser befördert hätte, wenn der gute Magier nicht mit Magierhand eingegriffen hätte und im so vor dem Fall gerettet hätte.
Trotz der guten Steuermänner knallte das Floss auf einen Felsen und schlug Leck, welches der Dieb, dank seines Totengräber Hintergrundes, aber Flicken konnte. Dabei schlug er sich aber auf den Daumen, doch die Verletzung wurde von einem der Paladine geheilt.
Hier machte ich einen kurzen Montagebreak, da der erste Kampf anstand.
Bevor es mit dem zweiten Teil weiter geht, hier nochmal ein kurzes Resümee zu den Montagen.
Ich mag die Idee, die Zeit zwischen den Abenteuerorten, Kämpfen, usw. durch die Spieler überbrücken zu lassen. Dabei sind, zumindest meine Spieler, durch die Freiheit anscheinend ein wenig überrumpelt und es kommt manchmal zu ähnlichen oder auch eher banalen Szenen. Ich hoffe, dass durch ein wenig Übung dieses Werkzeug in Zukunft besser genutzt wird um spannende Szenen zu erzählen.

Inspirationen für 13th Age

Auch wenn 13th Age auf Deutsch (erstmal) Geschichte ist (nachzulesen hier) habe ich mich entschlossen einige Artikel von der Webseite http://www.critical-hits.com (natürlich mit freundlicher Erlaubnis des Autors Philippe-Antoine Menard aka The chatty DM) zu übersetzen.
Ich hoffe die Artikel können euch ein wenig helfen und auf neue Ideen bringen.
Ich werde auch unter (oder vor) jeden Artikel einen Link zum Original setzen.

Den ersten Artikel werde ich vermutlich am Montag einstellen und er wird sich um das einzigartige Merkmal der Spielerfiguren drehen und wie man es als Spielleiter vielleicht etwas forcieren und besser nutzen kann.

Die große Spielerumfrage

Nach dem ich im Artikel Ablenkungen am Tisch darüber gesprochen habe, warum meine Spieler abgelenkt sind und was ich dagegen machen möchte, habe ich mich dazu entschlossen einfach meine Spieler zu fragen was sie wollen.

Dies habe ich über eine Umfrage in unserer Facebookgruppe getan und das Ergebnis war irgendwie eine Offenbarung.
Von den sieben (eher sechs, da einer auf längere Zeit ausfallen wird) Spielern haben sich alle sechs geäußert. Zur Auswahl hatte ich folgende Antworten gestellt:

  • Ich möchte gerne Dungeons plündern und ab und zu mit NSCs quartschen
  • Ich möchte gerne Geschichten erleben brauche aber einen roten Faden
  • Totale Freiheit, ich möchte hingehen wo ich will und machen wozu ich Lust habe
  • Füge eigene Antworten hinzu

Zwei der Spieler haben sich für Antwort eins entschieden und die übrigen sind für Antwort zwei. Total Freiheit, was ich die ganze wollte, will niemand. Darum werde ich für Samstag ein klassisches Abenteuer vorbereiten, in dem es eine roten Faden gibt und diverse Abzweigungen, welche auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel führen werden.

Anscheinend wollen meine Spieler ein bisschen auf Schienen fahren, ohne das dies zu extrem wird.
Ich bin gespannt am Samstag geht es los und ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie es gelaufen ist.

geekquest 2017: Ich als Savage Worlds Charakter

rp-char

Die liebe Guddi (welche auch obiges Bild zur Verfügung gestellt hat) von fried-phoenix.de hat mal wieder zur Geekquest aufgerufen und zwar sollte man diesmal sich selbst als RPG Charakter bauen. Nach langem überlegen (und auf den letzten Drücker) habe ich mich dazu entschlossen mich selbst als Savage Worlds Charakter zu bauen.

Aller Anfang ist schwer (oder auch nicht)

Seite 1

Ich hatte kurz überlegt, ob ich es so mache wie der liebe Sal von w6vsw12.com und habe mich dann doch um entschlossen. Da ich der Meinung bin, bei Savage Worlds kann man den Charakterbogen nicht so gut zerhackstücken, darum habe ich ihn einfach nur in seine jeweiligen Seiten eingeteilt.
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Daten und Attribute

Der obere Teil ist voller Daten, wie Name, Alter usw. danach kommen dann die Attribute welche ich nach bestem Wissen und Gewissen ermittelt habe. Da ich weder besonders geschickt noch ausdauernd bin habe ich Geschick und Konstitution auf W4 gelassen. Ich empfinde mich als relativ Kräftig, weswegen ich die Stärke auf W8 gesetzt habe. Ich denke ich, ich bin ziemlich cleveres Kerlchen und darum ist der Verstand auf W10. Leider bin ich ziemlich willensschwach, was sich besonders bei fettigen und süßen Snacks und bei regelmäßigen sportlichen Betätigungen niederschlägt.

Talente

Als nächstes kommen die Talente bzw. das Talent hier habe ich Berseker gewählt, weil ich ein ziemlich fieser Kerl sein kann, wenn ich Wild werde. Dies passiert nicht häufig (im Alter tendiert die Zahl sogar eher gegen Null) aber wenn es passiert, dann gnade demjenigen Gott.

Allgemeines und Handicaps

Im allgemeinen Bereich findet sich wieder, dass ich ein Mensch bin und in der Realität als Steuerfachangestellter arbeite.
Bei den Handicaps habe ich meine Sehschwäche, mein Übergewicht und meine Prinzipientreue (hier im Sinne eine Ehrenkodexes) ausgewählt, obwohl es hier bestimmt noch diverse andere Dinge gegeben hätte.

Fertigkeiten und Ausrüstung

Bei den Fertigkeiten habe ich mich ein wenig schwer getan, da es wieder ist wie es immer ist, die Fertigkeitenpunkte sind zu wenige.
Aber beider Auswahl haben ich dann für Einschüchtern (siehe Talente), Fahren (immerhin kann ich Autofahren), Kämpfen (zumindest konnte ich früher mal ganz gut dem Schwert umgehen), Mumm (da ich jede Spinne um Schlafzimmer meiner Töchter besiegen kann), Nachforschungen (mein Google-Fu ist stark), Reparieren (egal ob Staubsaugerstecker oder Deckenlampe, nix ist vor mir sicher), Schießen (da ich bei der Bundeswehr war, kann ich mit diversen Gewehren umgehen), Schlösser knacken (weder Auto- noch Haustüren sind vor mir sicher, natürlich nur mit Erlaubnis des jeweiligen Eigentümers), Schwimmen (immerhin habe ich das Seepferdchen), Überreden (ja manchmal kann ich die Leute auch zu was überreden), Wissen Buchführung (einfach unerlässlich bei meinem Job und es macht mir auch wirklich Spaß), Wissen Rollenspiel (eigentlich hätte hier fast besser Wissen Nerdkram gepasst)
Das Schwert welches noch in meinem Keller liegt ist ein Überbleibsel, meiner Jugend als wir auf einer Wiese vor der örtlichen Disko immer Schwertkampf trainiert haben.

Seite 2

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Die Ausrüstung

Da ich keine magischen Kräfte habe (auch wenn ich immer darauf warte, dass irgendwann meine Mutantenkraft hervorbricht), ist diese Seite schnell abgehandelt. Neben meinem Rucksack, einen Berg ungesunder Snacks und Rollenspielutensiellen schleppe ich nicht voviel mir rum.

Seite 3

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Die Seite beinhaltet einen kurzen biographischen Abriss, wie ich überhaupt zum tollen Feld der Rollenspiel gekommen bin. Dieser natürlich nicht vollständig und wird den vielen System welche ich schon gespielt habe und die vielen tollen Menschen die über das Hobby kennengelernt habe nicht gerecht.
Aber es ist ja auch nur ein kurzer Abschnitt und vielleicht schreibe ich irgendwann dazu nochmal etwas genaueres.

 

Ablenkungen am Tisch

Was mir bei meinen letzten beiden Spielrunden aufgefallen ist, ist dass es mir anscheinend schwer fällt meine Spieler an die Geschichte zu fesseln.
Wir haben Savage Worlds Ripper gespielt und zwar den Anfang der Ploitpoint Kampagne den ich mit einem Zigeunerlager noch erweitert habe.

Leider ist die Gruppe nicht voran gekommen, es wurde viel rumgealbert (das alte Problem) und irgendwie fühlte es sich sehr unbefriedigend an.
Gut ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich viel vorbereitet habe, was auch daran lag das die erste Sitzung eher suboptimal gelaufen ist. Dadurch das ich aber nicht soviel vorbereitet hatte, ist zwei Runde auch eher schlecht gelaufen und eigentlich habe ich keine Lust eine dritte Runde zu spielen. Ein Teufelskreis also, der anscheinend meine beiden Runden erfasst hat und welcher anscheinend nur auftritt wenn ich Spielleiter bin und mein guter Kumpel (mit dem ich Rollenspiel mehr oder minder angefangen habe) nicht dabei ist.
Vielleicht liegt es auch teilweise an meinen Spielern, die gar nicht wissen wieviel Arbeit des Leiten sein kann und sich darum keine Gedanken machen. Ich weiß es nicht

Nun habe ich mir für meine 13th Age Runde überlegt, ich werde einen Softreboot vornehmen, alles was am letzten Spielabend passiert ist, wir gelöscht die Spieler fangen mit ihren Charakteren bei Null an (was ja nicht soweit von der aktuellen Situation entfernt ist) und wir starten neu.
Die Idee ist, ich werde ihnen von der Elfenkönigin den Auftrag erteilen lassen, ein Dorf wieder aufzubauen. Sie sollen sich um das Dorf kümmern und es erweitern und durch ihre Taten neue Siedler anlocken. Da alle Elfen oder Halbelfen sind, passt dies ganz gut. Dafür werde ich die altbekannte Karte nutzen, die Ortschaften ein wenig umändern und sie somit in die Lage bringen, dass sie Entscheidungen treffen müssen.

Was ich mit meiner anderen Runde weiß ich noch nicht, vielleicht beschränken wir uns Zukunft einfach auf Beyond the Wall wo ich nicht Spielleiter bin. Mal sehen.

Was mir grade auffällt und vielleicht der Kern des Problems sein könnte, ist dass ich ein großer Fan von Playerempowerment bin.
Ich finde die Idee toll, dass die Spieler sich einbringen und so die Welt erweitern, vielleicht wollen meine Spieler aber einfach einen roten Faden an dem sie sich von Kampf zu Kampf hangeln und wo ich als mehr oder minder Zugführer den Weg angebe. Wenn dies der Fall sein sollte, dann werde ich mit meiner obigen Idee einer schönen Sandbox mit der Stadt der Helden als Dreh- und Angelpunkt wahrscheinlich schön auf die Fresse fliegen.

Egal wie es ausgeht, ich werde euch auf dem Laufenden halten und berichten wie es weiter geht.