Archiv für den Monat Mai 2017

No Return RPG auf der Padercon

Am 29.04.2017 fand in Paderborn die Padercon statt und dies war der Anlass mich mit dreien meiner Mitspieler auf die Autobahn zu schwingen und eine Stunde in Richtung Westen zu fahren.

Nachdem im letzten Jahr der Anfang etwas holperig war und wir knapp eine Stunde zu spät kamen und alle Runden die ich vorher ausgeguckt hatte besetzt waren, kamen wir diesmal pünktlich und trug mich so gleich bei einer Runde des Endzeitrollenspiels No Return ein.
Zusammen mit drei Jugendlichen die irgendwo zwischen 14 und 16 Jahren alt waren und einem erfahrenen Recken zwischen Ende 40 und Anfang 50. Der eine von den Jungen war wirklich sehr enthusiastisch und ein großer Fanboy des Systems. Er war auch der einzige Spieler welcher sein eigenes Regelwerk dabei hatte, die anderen beiden hatten ihre eigene Würfel (das Spiel nutzt ein W6 Poolsystem) dabei, so das sie mir immer mal aushelfen konnten, da ich nicht genug W6 dabei hatte.

Am Anfang stand die Charaktererschaffung die ganz flott von der Hand ging und bei welcher mir bei unserem Fanboy nicht ohne ein schmunzel auffiel, dass er ein ganz schöner Powergamer ist welcher gerne blutig Arme und andere Körperteile ausreisen möchte. Ach der Überschwang und die Begeisterung der Jugend.

Naja nach gut zwei Stunden standen dann unsere Charaktere, drei Tiermutanten, ein Evo und ein Adivasi.
Ich habe mir einen Warzenschweinmutanten, den ich liebevoll Beebob getauft habe, gebaut, welcher auf Nahkampf und Sturmangriff spezialisiert war. Im Nachhinein wäre es vielleicht schlauer gewesen eine Art Wissenschaftler oder ähnliches zu bauen, da wir in diesem Bereich stark unterbesetzt waren.

Das Abenteuer beginnt damit, dass wir fünf in einem Pickup auf dem Weg ins Wasteland waren um dort nach Schätzen oder so zu suchen. Leider starb unser Auto unter der Gewichtsbelastung durch die drei Tiermutanten eines schrecklichen Todes und ließ uns mitten in der Pampa stehen.
Nach einem kurzen Blick durch Ferngläser und -rohre fanden wir auch einige alte Gebäude zu denen wir uns gleich mal auf den Weg machten. Dort angekommen fanden wir zwei Leichen welche anscheinend von irgendwelchen Wildtieren angefallen und gefressen wurden. Außerdem fanden wir einen alten Zaun welcher durch sowas wie Teslaspulen betrieben wurde. Zum Glück war der Strom aus und wir konnten unbehelligt das Gelände betreten.
Nachdem unser Scharfschütze die Tiere, anhand der Spuren, als nachtaktive Fleischfresser identifizieren konnte (leider habe ich den Namen der Tiere vergessen) machten wir daran den Strom wieder einzuschalten, was uns auch gelang.
Mit aktiven Zaun fühlten wir uns sicher, bis zu dem Augenblick in dem wir herausfanden, dass unter dem Bunker anscheinend ein nuklearer Sprengkopf aktiviert wurde (vermutlich durch uns als wir den Strom angeschaltet haben) und kurz nach Mitternacht explodieren wird.
In den folgenden Stunden erforschten wir das Anlange und fanden aber nichts hilfreiches. Wir fanden zwar heraus, dass man zum Abschalten der Bombe zwei Schlüssel braucht, von denen einer anscheinend von den Tieren gefressen wurde, doch leider brachen Beebob und der Adivasi den ersten Schlüssel ab und verbauten somit jeden Weg die Bombe unkompliziert zu entschärfen.

Da packte Beebob die Panik er rannte raus und stürmte auf das verbarrikadierte Tor, um dann drüber zu springen. Leider hatte ich als Spieler die Situation falsch eingeschätzt und Beebob rannte mit knapp 100 Sachen gegen die Barrikade vor dem Tor und wurde dadurch mehr oder minder zerlegt.

Den anderen gelang es aber die Bombe zu entschärfen, nicht ohne dass der Adivasi sich noch einen fast tödlichen Stromschlag abgeholt hat, und zu entkommen. Naja wenn man von entkommen reden kann, wenn mit im Nirgendwo mit wenig Nahrung und Wasser festsitzt.

Fazit:
Eigentlich mag ich keine Poolsysteme da ich die vielen Würfel unhandliche finde, aber auf der anderen Seite fühlt es sich auch richtig gut mal eben 18 Würfel zu schmeißen uns so seinen Warzenschweinmutanten auf 100 km/h zu beschleunigen.
Was mir bei unserem Spielleiter aufgefallen ist, ist dass er sehr gut geleitet hat er kennt seine Welt und konnte die Stimmung sehr gut wiedergeben. Das einzige was ich vielleicht bemängel würde, ist die häufige Erwähnung von Schmutz. Besonders am Anfang war jeder dritte Satz eine Beschreibung wie dreckig es doch hier ist und wie viel Staub, Schmutz usw hier herumliegt.
Ansonsten war Manni echt sympathisch und hätte ich mehr Geld dabei gehabt hätte ich mir glatt das Regelwerk gekauft, einfach weil die Runde so lustig war und die Leute vom Team so gut rüber gekommen sind.

Wie mich „Die unendliche Geschichte“ für Numenera inspiriert hat.

Kennt ihr das, man liest ein Buch und denkt sich „Wow, das ist wirklich eine richtig gute Idee. Das muss ich mal für die nächste Rollenspielsitzung nutzen!“
So ging es mir vor einiger Zeit als ich mit Minikid „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende gelesen habe. Bei fast jeder Beschreibung der Welt Phantasien, dachte ich an die neunte Welt. Also jene zukünftige Erde, in einer Milliarde Jahre, welche das Rollenspiel Numenera sein Zuhause nennt.

Immer wieder dachte, dass man soviel einfach übernehmen kann, da Numenera und Phantasie beide schon sehr abgefahren sind.

So ist eigentlich jeder Ort in Phantasien ein möglicher Ort für Numenera. Im folgenden möchte ich ein paar Orte vorstellen, welcher sich meiner Meinung am besten eignen.

Die Wüste Moab bzw. der Nachtwald Perelin sind ein super Beispiel für genmanilulierte Pflanzen. Diese wachsen mit riesiger Geschwindigkeit und leuchten sogar in der Nacht. Doch sobald der Tag hereinbricht zerfallen die Pflanzen zu Sand und die Wüste Moab entsteht eine lebensfeindliche Umgebung die im krassen Gegensatz zu dem lebendigen Wald steht.

Die Silberstadt Amargánth sie besteht auch einem besonderen Material welches wie Silber schimmert. Außerdem schwimmt die Stadt auf einem See aus Säure, welche alles auflöst, wenn nicht durch das „Silber“ geschützt ist.

Das Schloss Horok welches wie eine Hand geformt ist (natürlich muss nicht unbedingt eine menschliche Hand sein).

Die Mine Minroud, in welcher Yor die vergessenen Träume abbaut. Was wäre besser geeignet für Numenera, als eine unterirdische Schicht von Erinnerungen welche von einem Kult oder auch nur einem Bergmann abgebaut wird? Grade wenn die Entwicklung der Tablets usw. betrachtet ist es aus heutiger Sicht möglich zukünftig Bilder auf hauchdünnen Scheiben zu speichern.

Außerdem gibt es noch Personen und Völker welche sehr inspirierend für Numenera sein können, da sie einfach so abgedreht sind.

Als erstes kam mir dieser Gedanke als relativ früh ein Volk erwähnt wird, welches rückwärts altert. Also als Greis geboren als Baby sterben. Dies könnte bei Numenera auch vorkommen, vielleicht gibt es so eine Art Zeitfeld welches unter dem Dorf existiert oder die Dorfbewohner stammen alle von genetischen Experimenten ab?

Das zweite war ein Volk welches in einer Stadt, auch diese wurde nur kurz erwähnt, in der alles aus Glas besteht. Bzw. wird geschrieben, dass sie in gläsernen Türmen wohnen. Auch dies würde wieder großartig in  die Welt von Numenera passen. Was macht diese Glas besonders widerstandsfähig?

Dann die Acharai welche sich zu häßlich finden, dass sie nur Nachts herauskommen und dann die Säure für den See um Armaganth weinen. Diese werden dann zwar von Bastian in total abgedrehte Schmetterlingswesen verwandelt. Aber warum nicht beides kombinieren? Die Acharei weinen die Säure und wenn sie alt genug sind verpuppen sie sich und verwandeln sich in die Schmetterlinge die total ausgedreht und übertrieben fröhlich sind.

Ygramul ist auch wieder so ein Wesen welches direkt aus Numenera entsprungen sein könnte, wenn Michael Ende nicht schon vor knapp 40 Jahren darauf gekommen wäre. Es wird die Viele genannt, da es aus vielen kleinen Wesen besteht, die als insektenartig beschrieben werden. Was läge also näher als daraus eine Art intelligenten Schwarm aus Nanowesen zu machen? Vielleicht ein Teil des Eisenwindes der sich abgespalten hat?

Die uralte Morla, eine riesige Schildkröte, könnte durch die Meere schwimmen und Reisenden kluge oder weniger kluge Ratschläge geben.

Das Volk von Atreju, lebt als Nomaden in einer Steppe aus Gras und jagt dort purpurne Büffel. Sie haben grüne Haut und tragen Kleidung aus dem Fell dieser Purpurbüffel.
Warum sollte es so ein Volk nicht auch auf der neunten Welt geben? Sie jagen mit Bögen, sind sehr ehrenhaft und treu bis in den Tod, wenn man sich ihre Treue erstmal verdient hat.