Archiv für den Monat September 2017

RPG-Blog-O-Quest #24: Charaktere

Die aktuelle Blog-O-Quest wurde von der guten Timber gestellt und ich werde nun versuchen die von ihr gestellten Fragen so gut wie möglich zu beantworten.

blog-o-quest

1. Nach welchen Gesichtspunkten und aufgrund welcher Inspirationen baust du deine Charaktere?
Meistens baue ich meine Charaktere nachdem ich Charakterklassen in Büchern entdeckt habe. Diese lassen mich dann oft an Film-, Comic- oder Romanfiguren denken und diese möchte dann irgendwie nachbauen.
2. Was fällt dir am Leichtesten bzw. am Schwersten beim Charakterbau und warum?
Am schwersten fällt es mir meistens einen Namen zu finden. Am leichtesten finde ich einen Charakterhintergrund zu bauen. Ich persönlich finde nämlich, dass er schnell lächerlich wird wenn man sich bei Namen von bekannten Charakteren inspirieren lässt (Mein erster DSA Charakter hieß wirklich Conan Orktöter), da mit Namen die meisten Leute etwas verbinden. Dies sieht bei Hintergründen schon anders aus, wenn ich als Hintergrund für meinen Hexer „wurde in einem Hexerzirkeln von einem dämonischen Müller ausgebildet“ denken die wenigsten zuerst an Krabbat.
3. Recycelst du gelegentlich Charaktere, die du in einer früheren Runde schon einmal gespielt hast, für neue Runden und warum oder warum nicht?
Ja manchmal schon, wenn ein Charakter nur kurz zum Einsatz gekommen ist oder ich wirklich an dem Charakter hänge, kann dies vorkommen. Meistens übernehme ich aber das Konzept und baue dann einen abgewandelten Charakter der sehr ähnlich ist.
4. Wie stehst du zum Charaktertod? Darf dein Charakter sterben bzw. unter welchen Umständen?
Der Charakter darf immer sterben wenn ich einen Wurf verhaue. Wenn ich mich dazu entschließe den Charakter einen Turm hochklettern zu lassen und verhaue nach 50m den Wurf und er stürzt ab, dann ist er vermutlich Matsche. Es sollte schon bei einer Herausforderung passieren, aber wenn es so ist, dann ist es halt so.
5. Was bedeutet Charakterentwicklung für dich?
Veränderung, es gibt für mich nicht unglaubwürdigeres als ein Charakter der nach vielen Abenteuern noch genauso drauf ist wie am Anfang seiner Karriere.

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Erziehungsauftrag #2

So nachdem ich beim letzten Mal Maxikid mit Zurück in die Zukunft gequält habe, wurde es diesmal wirklich extrem.
In den Ferien durfte die Große immer mal länger aufbleiben und lungerte dann gerne auch mal bei uns im Wohnzimmer rum. Also machte ich aus der Not ein Tugend und beschloss mit ihr Doctor Who zu gucken.

Und zwar nicht die 200Xer Serie sonder die Folge mit der aller ersten Regeneration von 1969, „The tenth Planet“.
Also gleich mehrer Dinge die Maxikid eigentlich den Spaß verderben sollten, alte Serie, dazu noch in schwarz/weiß und dann auch noch auf Englisch.

Aber sie hat tapfer durchgehalten und das beste aus dem ganze gemacht. Alles in allem hat es ihr dann doch gefallen und sie wurde damit belohnt, dass sie eine Folge der neuen Serie mit Matt Smith auf Netflix gucken durfte. Welche ihr dann auch besser gefallen hat.

Man muss halt wirklich sagen, dass die alte Serie zwar eine gewissen Charm hat, aber besonders bei den Specialeffects eine gewisse Leidensfähigkeit von seinen Zuschauern verlangt, zumindest wenn man heutige Sehgewohnheiten zugrunde legt.
Die tödlichen Taschenlampen der Cybermen, die mit Klebeband befestigten Rohre oder den Köpfen oder die Eiswüste, dass sieht halt alles sehr merkwürdig aus.

Ansonsten hatten wir viel Spaß und einen tollen Vater/Tochter Videoabend.

Savage Worlds in Space Teil 1

Mit meiner anderen Gruppe, mit der wir einmal im Monat Beyond the Wall gespielt haben, spielen wir nun Savage Worlds in Space.
Als ich fragte was wir als nächstes spielen wollen, war die einhellige Meinung, dass wir doch mal Space Horror spielen sollten.

Nun hatte ich als System eigentlich Space Gothic angedacht, da ich davon doch einiges an Material habe und es bisher nur ein- oder zweimal genutzt habe.
Aber als ich mich dann so durch das Regelwerk gearbeitet habe, stellte ich fest, dass mir zu unübersichtlich, die Charaktererschaffung zu kompliziert und das System einfach doof ist. (Dies natürlich nur meine persönliche Meinung)

Darum habe ich mich dann mit dreien meiner sechs Spielern getroffen, um darüber zu beraten welches System wir den nun nehmen wollen. Ich hatte auf Turbo Fate gehofft, habe ihnen aber auch noch Savage Worlds zur Auswahl gestellt, welches es dann auch geworden ist.

Also haben wir uns daran gemacht Spielfiguren zu erschaffen, was auch ganz flott von der Hand ging, nachdem klar gestellt wurde, dass sie eine Raumschiffbesatzung spielen werden.
Und so entstanden, dann der Captain, die Bordingenieurin und die Bordärztin. Dann haben wir den ersten Spieltermin fest gemacht und bei dem kamen wir dann kaum zum spielen, da erst noch zwei weitere Charaktere erschaffen werden mussten. Ein Wissenschaftsoffizier und eine Art Space Marine.

Aber dann ging es los und dabei ist mir dann aufgegangen wo der Störfaktor in meinen Runden liegt. Es ist der Spieler, welcher angeblich die Magic Karten verloren hat. Wir fingen also an die Gruppe war auf dem Schiff und sollte an einer Raumstation andocken, um dort aufzutanken und Ersatzteile für ihre Kommunikatoren zu besorgen, da diese bei einem Sonnensturm beschädigt wurden.
Da fing der Spieler schon lustige Sprüche abzusondern „Ich kaufe mir erstmal eine Space Bifi an der Tanke“ und ähnliches. Beim ersten Mal war es auch lustig und alle haben gelacht. Beim zehnten Mal war es nicht mehr lustig und ich war genervt, besonders weil die anderen sich haben anstecken lassen und dann noch „Space Trump“ „Space Unterhosen“ usw. ins Renne geworfen haben.

Alle bis auf eine Spielerin, welche wirklich Bock gehabt hat und toll mitgespielt hat.
Der andere Spieler hat leider so ein Art die andere mitreist und das war rückblickend auch eines der Probleme, in der anderen 13th Age Gruppe in der er dabei war (nach dem Magic Karten Zwischenfall ist er ausgestiegen, da er angeblich keine Zeit mehr hat), war es ähnlich. Er war meistens unkonzentriert und hat immer nur doofe Sprüche raus gelassen. Dies fällt mir in der Retrospektive sehr massiv auf und ärgert mich auch ein wenig, da er ja bald nach Irland geht und ich ihn dann nicht noch für zwei oder drei Spielabende aufgenommen hätte.

Nun egal, nachdem also die Ersatzteile besorgt waren fasten sich alle Bewohner der Station an ihren Ohrkommunikator und fielen „tot“ zu Boden. Die Station wurde mehr oder minder fluchtartig verlassen und auf dem Schiff wurden dann per Sensoren festgestellt, dass nur fünf Leute an Bord der Station noch leben. Als plötzlich die übrigen Lebenszeichen wieder aufploppen.

Hier hatte der „Problemspieler“ mal einen lichten Moment, er gab einen Bennie aus, um dem Schiff einen ferngesteuerten Kamerabot zu spendieren. Leider hatte niemand die Fertigkeit Fahren und somit kann niemand den Roboter wirklich bedienen. Nachdem der Wurf daneben ging fiel der Roboter um und müsste per Hand aufgerichtet werden.

Und da kam dann meine heutige Starspielerin ins Spiel, sie gab ihrem Nachteil „Neugierig“ nach und bekam dafür einen Bennie, richtete den Roboter auf und stellte fest, dass sich die Bewohner der Station wohl in eine Art Zombies verwandelt hatten.
Außerdem untersuchte sie einen der Kommunikatoren und konnte einen technischen Defekt ausschließen.

Da hier leider mein Baby wach geworden ist, mussten wir die Sitzung vorzeitig beenden und machen hoffentlich bald weiter.