Archiv der Kategorie: Blog-O-Quest

RPG-Blog-O-Quest Februar 2018: Das perfekte Rollenspiel

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Merimac von Spiele im Kopf hat diesen Monat die Fragen für das Blog-O-Quest gestellt und ich habe mich aufgemacht diese zu beantworten:

1. Über- und Unterwürfeln, Poolsysteme, Karten ziehen oder erzählerische Fakten schaffen – die Liste der Mechanismen ist lang. Die perfekten Rollenspielregeln kommen (fast immer) mit einem Würfel aus, der ein möglichst hohe Zahl zeigen soll. Ich bin kein Freund von (ausufernden) Poolsystemen, mit Schrecken erinnere ich mich an meine Ausflüge in die Welt der Dunkelheit oder Shadowrun. Auch die drei W20 bei DSA sind mir ein Dorn im Auge.

2. EDO, Sword & Sorcery, Harte SF, Postapokalypse – so viele Genres. Das perfekte Rollenspielsetting hat alles. Einfach weil man sich  damit alle Möglichkeiten offen lässt (so etwas gibt es meines Wissens nach bei TORG). Fantasy hat zwar einen besonderen Platz in meinem Herzen, einfach weilich damit angefangen habe. Aber natürlich sind auch andere Settings toll und darum meine, eher ausweichende, Antwort.

3. Aufwändige Hardcover, günstige Taschenbücher, Boxen oder PDFe. Das perfekte Starterprodukt besteht aus einer Schachtel mit allem was man zum Spielen braucht. So wie der Uhrwerk Verlag es bei Splittermond gemacht hat, in der Einsteigerbox sind alle Dinge enthalten die man braucht (und diverse Gimmicks die nicht unbedingt nötig sind) und sie ist ihr Geld wirklich wert.

4. Metaplot und Sandkasten, Splat-Books und Hintergrundbände, One-Shots und Kampagnen – Möglichkeiten, sich in einem Rollenspiel auszutoben, gibt es viele . Die perfekten Ergänzungspublikationen sind ganz unterschiedlich. Wieder eine eher schwammige Aussage. Jeder Ergänzungsband hat seine Vorteile, so können Abenteuer, Sandkasten und Kampagnen sehr inspirierend sein oder den gestressten Spielleiter entlasten. Hintergrundbände habe auch etwas für sich, es kommt halt darauf an wie sehr ich die Welt selbst formen möchte. Bei meiner aktuellen 13th Age Runde bräuchte ich nur Abenteuerbände und bei Savage Worlds bräuchte überhaupt keine Ergänzungsprodukte, da ich alles selbst entwerfe bzw. mit den Grundregelwerk und dem SciFi Kompendium alles habe, was ich brauche.

5. Würfel, Spielleiterschirm, Kartenwerk oder Spielkarten. Das perfekte Rollenspielzubehör sind Spielkarten (wenn mit Spielkarten, Ausrüstungskarten, Fähigkeitenkarten usw. gemeint sind). Diese können sehr nützlich sein und lassen die Spieler viel weniger in den Regelwerken suchen.

Bonusantwort
Und dieses perfekte Produkt darf dann gerne geschrieben / publiziert werden von Judith und Christian Vogt. Da momentan total auf dem Eis und Dampf Trip bin, wären diese beiden meine erste Wahl für diesen Posten.

 

Wie der RPG-Blog-O-Quest funktioniert?

Und für die, die den monatlichen RPG-Blog-O-Quest immer noch nicht kennen, ist hier auch noch einmal die Erläuterung zu der monatlichen Aktion zusammengefasst:

  • An jedem Monatsersten stellen unterschiedliche Blogs, organisiert über das Forum auf RSP-Blogs, dem Rollenspielvolk fünf +1B Fragen (in der Regel in Form von Lückentexten), um deren Beantwortung auf Blogs, in Podcasts, in Vlogs oder in Foren gebeten wird.
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema um den sich die Fragen drehen.
  • Über die Zusendung der Links freuen sich die Ausrichter.
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen.
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos (alle drei sind auf dieser Seite dargestellt) dürfen selbstverständlich in den Beiträgen benutzt werden.
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Blog-O-Quest #028 – Jahresrückblick 2017 und Vorschau 2018

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1. Meine erste Spielrunde 2018 war/wird Savage Worlds in Space, zumindest war dies bis letzten Samstag um 18:15 Uhr der Plan, doch dann erreichte mich die Absage eines Spielers und so wurde es ein netter Brettspielabend mit den verbliebenen zwei Spieler. Darum lautet meine Antwort, meine 13th Age Runde Ende Januar.

2. Das beste/einprägsamste Erlebnis 2017 in Deiner Rollenspielrunde war als der Steindieb eine ganze Stadt verschluckt hat und die Gruppe diesem Ereignis grade so entgehen konnte.

3. Welches Rollenspielprodukt hat Dich im vergangenen Jahr am meisten erfreut?
Das Dungeon World Deluxe Regelwerk von System Matters, alles in allem ein wunderschönes Buch mit tollen Ideen und Regeln. Außerdem war ich schon immer der Meinung es sollte viel mehr einspaltige Layouts in Rollenspielbüchern geben.

4. Welchen SC hast Du am meisten gespielt in 2017 , welches System war das und an was werden sich die Mitspieler erinnern?
Dies war sehr wahrscheinlich 13th Age, diese Mischversion aus D&D 3.5 und D&D 4E mit einigen eigenen Ideen gefällt mir immer noch sehr gut. Am Anfang des Jahres hatte ich da noch zwei Runden und ich denke in der einen Runde wird in Erinnerung bleiben wie sich der Dieb geopfert hat, um ein riesiges außerplanetares Gehirn in die Luft zu sprengen und in der anderen Gruppe wie ein lebendender Kerker ein ganze Stadt verschluckte und sie grade noch entkommen konnten.

5. Gab es 2017 auch eine RPG-Runde oder -Produkt, welches sich als absolute Zeitverschwendung entpuppte? Warum?
Das Dresden Files Rollenspiel von Prometheus Games, dieses ist noch nicht erschienen aber ich habe soviel Energie in Wut und Ärger gesteckt, dass es am Ende reine Zeitverschwendung war. Aber irgendwie habe ich dadurch eine innere Ruhe erfahren, welche es mir möglich macht die Dinge so zu nehmen wie sie kommen (oder halt nicht kommen) und Verspätungen entspannter hinzunehmen.

RPG-Blog-O-Quest #27: Ausblick auf 2018 – Fragen und Antworten

Der gute Greifenklaue hat in seinem Blog die letzte Blog-O-Quest für diesen Jahr online gestellt.

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1. Am meisten freu ich mich 2018 RPG-technisch auf Swords and Socery von System Matters. Nicht unbedingt weil ich auf OSR Spiele stehe, sondern weil ich dort tatsächlich das erste Mal etwas übersetzt habe. Irgendwie bin schon ein wenig stolz, auch wenn es nur einige wenige Abschnitte waren.

2. Mein nächstes Projekt für 2018 ist keine Ahnung. Ich habe eigentlich vor mit einem besten und ältesten Freunde eine Gruppe mit unseren jeweiligen Kindern zu machen. Ansonsten würde ich gerne noch mehr übersetzen, da es mir einfach Spaß macht Dinge aus dem Englischen ins Deutsche zu transferieren und so neuen Spielern zugänglich zu machen.

3. Mein Pile of Shame, besteht aus vielen ungelesenen Büchern und Comics, ist 2017 stetig gewachsen, da ich immer mal hier und da ein neues Ebook gekauft habe in der Hoffnung bald mal wieder zum lesen zu kommen. Davon wird 2018 hoffentlich einiges abgebaut werden können, auch wenn ich momentan irgendwie nicht die Muse dazu finde, zu lesen. 

4.) Auf welches RPG-Ereignis freust Du Dich 2018 am meisten?
Schwer zu sagen, aber vermutlich ist der der GRT 2018 da es immer viel Spaß macht Runde in den Läden anzubieten und außerdem gibt es am Sonntag danach immer einen Rollenspieltreff in Vellmar und dort habe ich eigentlich immer viel Spaß.

5.) Blogtechnisch hab ich mir für 2018 vorgenommen regelmäßiger zu schreiben und nicht immer so große Pausen einzulegen.

 

Da dies vermutlich mein letzter Blogpost für dieses Jahr sein wird, wünsche ich allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und ich hoffe eure guten Vorsätze für 2018 erfüllen sich.

Blog-o-Quest #25

Die liebe Nerd Gedanken hat die Fragen zum neusten Blog-O-Quest zur Verfügung gestellt.
Also werde ich mich daran machen diese nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.
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1. Was war die bösartigste Intrige gegen die Heldengruppe Deines Charakters/Deinen Charakter, die Du bisher im Spiel erlebt hast – und wie ging die Sache aus?
Also da ich fast immer nur Spielleiter war, habe ich von Seiten der Charakter nicht viel beizutragen, da meine Spielleiter da keine Ader für hatten.
Ich als Spielleiter habe einmal einen väterlichen Mentor aufgebaut und dieser war dann der Anführer eines Dispater-Kultes und hat tatsächlich mit einer Armee ganz schön Schaden angerichtet.
2. Gefährliche Augenblicke bei Rollenspielszenen wollen passend untermalt werden. Was bringt Dich in Spannungs-Stimmung, wenn Du Spieler bist? Welche spielexternen Mittel nutzt Du als Spielleiter, um deine Spieler das Fürchten zu lehren?
Ich nutze sehr gerne Musik wenn diese passt kann sie sehr gut Spannung erzeugen. Einmal ist ein Spieler samt Sofa umgefallen, da die Musik, die Situation und meine Sprechweise einfach zusammen gepasst haben.
3. Hast Du schon einmal einen Charakter in einer ‚böse‘ gesinnten Heldengruppe gespielt? Wenn ja, wie erfolgreich waren die Heldencharaktere beim Lösen ihrer Aufgaben? Wenn nein, hättest Du Lust, es auszuprobieren? Wenn Du keine Lust darauf hast, wieso nicht?
Ja, wir haben es mal versucht. Aber leider erfüllten wir das Klischee das chaotisch böse = chaotisch blöde ist und so wurde die Gruppe kurz darauf eingestellt.
4. Was macht Deiner Meinung nach einen gelungenen, schurkischen Bossgegner aus, damit er mehr als gesichtslose Metzelmasse mit vielen Lebenspunkten ist?
Er sollte eine eigene Agenda haben und diese versuchen durchzusetzen. Außerdem hilft es meiner Meinung nach, wenn er die typischen schurkischen Monologe hält. Wenn die Gruppe allerdings keinen Bock darauf hat, hat man kaum eine Chance sich da durchzusetzen.
Außerdem kann es helfen, wenn er vorher schon als Gegner (oder sogar Verbündeter) aufgetreten ist, da kann man ihm Tiefer verleihen, so dass der Kampf hinterher (oder einfach nur sein Niedergang) viel emotionaler ist.
5. Welches Schurkenklischee kannst Du gar nicht leiden, wenn es Dir bei einem Plot begegnet – und warum?
Ich liebe Schurkenklischees und das schöne ist, dass die wenigsten heutzutage erwarten sie ein Klischee zu treffen, bzw. erwarten dass es gebrochen wird. Wenn man es dann bis zum Schluss ausreizt kann dies zu Überraschungen führen.
Bonusfrage:
Richtig düster wird es für mich beim Rollenspiel, wenn man menschliche Abgründe erkunden kann.

RPG-Blog-O-Quest #24: Charaktere

Die aktuelle Blog-O-Quest wurde von der guten Timber gestellt und ich werde nun versuchen die von ihr gestellten Fragen so gut wie möglich zu beantworten.

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1. Nach welchen Gesichtspunkten und aufgrund welcher Inspirationen baust du deine Charaktere?
Meistens baue ich meine Charaktere nachdem ich Charakterklassen in Büchern entdeckt habe. Diese lassen mich dann oft an Film-, Comic- oder Romanfiguren denken und diese möchte dann irgendwie nachbauen.
2. Was fällt dir am Leichtesten bzw. am Schwersten beim Charakterbau und warum?
Am schwersten fällt es mir meistens einen Namen zu finden. Am leichtesten finde ich einen Charakterhintergrund zu bauen. Ich persönlich finde nämlich, dass er schnell lächerlich wird wenn man sich bei Namen von bekannten Charakteren inspirieren lässt (Mein erster DSA Charakter hieß wirklich Conan Orktöter), da mit Namen die meisten Leute etwas verbinden. Dies sieht bei Hintergründen schon anders aus, wenn ich als Hintergrund für meinen Hexer „wurde in einem Hexerzirkeln von einem dämonischen Müller ausgebildet“ denken die wenigsten zuerst an Krabbat.
3. Recycelst du gelegentlich Charaktere, die du in einer früheren Runde schon einmal gespielt hast, für neue Runden und warum oder warum nicht?
Ja manchmal schon, wenn ein Charakter nur kurz zum Einsatz gekommen ist oder ich wirklich an dem Charakter hänge, kann dies vorkommen. Meistens übernehme ich aber das Konzept und baue dann einen abgewandelten Charakter der sehr ähnlich ist.
4. Wie stehst du zum Charaktertod? Darf dein Charakter sterben bzw. unter welchen Umständen?
Der Charakter darf immer sterben wenn ich einen Wurf verhaue. Wenn ich mich dazu entschließe den Charakter einen Turm hochklettern zu lassen und verhaue nach 50m den Wurf und er stürzt ab, dann ist er vermutlich Matsche. Es sollte schon bei einer Herausforderung passieren, aber wenn es so ist, dann ist es halt so.
5. Was bedeutet Charakterentwicklung für dich?
Veränderung, es gibt für mich nicht unglaubwürdigeres als ein Charakter der nach vielen Abenteuern noch genauso drauf ist wie am Anfang seiner Karriere.

Blog-O-Quest #18 – Magie und Technik

Der gute Greifeklaue hat diesen Monat zur Blog-O-Quest gerufen und ich bin diesem Ruf gefolgt.

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Darum beantworte ich hier mal seine 5 Fragen

1.) Magie und Technik im selben Setting finde ich oft gut, auch wenn die Technik leider oft hinter Magie zurückstecken muss oder die Magie die Technik beeinflusst (oder umgekehrt).

2.) Ein abgestürztes UFO als Dungeon, warum nicht? Auch wenn meiner doch meist eher konservativen Spieler dem vermutlich eher negativ gegenüber stehen würden.
Bei Numenera sind als Raumschiffe aber durchaus als Dungeon an der Tagesordnung.

3.) Hast Du schonmal einen Roboter/Droiden/Cyborg gespielt und war das wie bei jedem anderen {N}SC oder hatte das eine besondere Note?
Nein, habe ich bisher nicht. Auch wenn ich bei Star Wars mal kurz überlegt habe. Da ich aber sowieso meistens SL bin, komme ich da eher selten in Versuchung.

4.) Was hältst Du von einem Ansatz wie bei Numenera, wo Technik zur Magie wird?
Ich finde es eine valider Ansatz, da ich die selbe Meinung vertrete wie die Autoren. Jede weit genug entwickelte Technik für den Unwissenden wie Magie wirken muss.
Man stelle sich vor ein Marine mit einem Maschinengewehr landet bei König Artus und ballert da erstmal rum, was würden die Ritter wohl denken? Vermutlich sowas „Wow, lass uns ihn Merlin nennen und zum Hofmagier machen!“

5.) Was hältst Du von Magie {PSI/ die Macht} in SciFi-Settings?
Ich mag die Idee, leider funktioniert es eher selten bzw. nur wenn die Magie in Form von PSI oder der Macht daher kommt. „Echte“ Magie ala D&D klappt meiner Ansicht nicht so gut, aber ich bin gerne bereit mich vom bald erscheinenden Starfinder vom Gegenteil überzeugen zu lassen.

Bonusfrage:

Welches war das letzte Buch, welches Dich rollenspielerisch beeinflusst hat, ohne ein Rollenspielbuch zu sein? Inwiefern hat es Dich beeinflusst?

Die unendliche Geschichte, da sind soviel tolle Ideen drin, besonders für ein eher abgedrehtes Setting wie Numenera.